Sicher durch die Grillsaison

Der Sommer ist da! Wie jedes Jahr locken die ersten Sonnenstrahlen unzählige Bürger in Parks oder den eigenen Garten und es wird zu einem gemütlichen Grillabend geladen. Doch wie bei jedem Event, das mit offenem Feuer einhergeht, passieren auch in der Grillsaison circa 4.000 Unfälle, diese verursachen oft schwere Verletzungen, so die Statistik der deutschen Gesellschaft für Verbrennungsmedizin.

„Für Schäden an Gartenmöbeln oder ähnlichem, durch außer Kontrolle geratenes Grillfeuer, tritt üblicherweise die Hausratversicherung ein. Bei Schäden am Haus, etwa durch einen Brand durch Funkenflug, hilft die Wohngebäudeversicherung. Aber Achtung: bei grober Fahrlässigkeit zahlt keiner der beiden Versicherer“, erklärt die Versicherungsexpertin Sarah Vos von www.Solvenzcoach.de.

Oft sind es die kleinen, tausendmal gemachten Erfahrungen, die komplett unterschätzte Gefahren mit sich bringen. Da Gewohnheiten, nach Konrad Lorenz einen evolutiven Vorteil mit sich bringen, werden auch wir Menschen bei bekannten Situationen durch zunehmende Geschwindigkeit bei ebendiesen Vorgängen, unachtsam. So kann es passieren, dass bei solchen Unternehmungen schnell die notwendige Aufmerksamkeit verloren geht. Laut dem Deutschen Feuerwehr Verband endet jeder achte Grillunfall mit schwersten Verbrennungen. Ein Krankenhausaufenthalt ist damit unabdingbar.

„Werden andere Personen durch Unachtsamkeit versehentlich verletzt oder deren Eigentum beschädigt, springt die private Haftpflichtversicherung des Verursachers ein. Aber auch hier gilt: Die Leistung kann bei grober Fahrlässigkeit verweigert werden“, warnt die Versicherungsexpertin Vos, „Verbrennt oder verletzt man sich selber, benötigt man eine private Unfallversicherung“. Solche Unfälle sind kaum vorhersehbar und so kann ein gemütlicher Abend im schlimmsten Fall in der Notaufnahme enden.

Oftmals versuchen sich Versicherungen nun durch Fahrlässigkeit aus der Misere zu ziehen und der Grillabend wird neben der gesundheitlichen auch zur nervenaufreibenden, finanziellen Katastrophe. Immer wieder kommt es zur schleppenden Regulierung des Versicherers oder zu einer gänzlichen Nichtleistung.

Wie lassen sich solche Unfälle vermeiden?

Mehr als die Hälfte aller Grillunfälle gehen mit flüssigen Brandbeschleunigern einher. Eine sicherere Alternative finden Barbecue-Genießer in brikettförmigen Wachsanzündern oder Anzündkaminen, welche auch deutlich langlebiger sind.
Leichtsinnigkeit hat beim Grillen nichts verloren. Diese Tätigkeit, die fast jeder verübt hat und somit jeder kennt, birgt weiterhin Risiken. Eine Wette mit dem Nachbarn, wer die höhere Stichflamme aus seinem Gartenröster rauskitzelt, ist nicht unbedingt notwendig. Generell sollte sich niemand beim Grillen hetzen lassen, seien es die hungrigen Kinder oder auch die Kohle, die nicht durchglühen will. Ein halber Liter Brennspiritus ist mit Sicherheit nicht die Lösung.

Bildquelle: Rudolpho Duba / pixelio.de

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