Hidden Star Ruhrgebiet

Das Projektvorhaben „QuartiersNETZ“ der FH Dortmund gemeinsam mit der Stadt Gelsenkirchen, dem Institut für Gerontologie der Universität Vechta, dem Caritasverband Gelsenkirchen, dem Forschungsinstitut Geragogik e.V. in Witten, dem Seniorennetz Gelsenkirchen e.V. sowie fünf IT-Unternehmenspartnern erhält einen Zuschlag für ein Förderprojekt der Bundesregierung zur Gestaltung des demografischen Wandels.

Durch die gezielte Zusammenarbeit in regionalen Netzwerken sowie durch den Aufbau digitaler Netzwerke wird die Lebensqualität der Menschen bis ins hohe Alter im Wohnquartier über einen Zeitraum von vier Jahren verbessert. Ein besonders Merkmal des „QuartiersNetz“-Projekts ist, dass ältere Menschen selbst aktiv mitwirken und ihre Fähigkeiten und Interessen zum Wohle aller einfließen lassen. Im Rahmen des Projektvorhabens werden so Ältere zu (Ko-)Produzenten und gestalten als Expertinnen und Experten in eigener Sache das Umfeld für ein selbstbestimmtes, partizipatives Leben im Quartier. Dazu zählen unter anderem der Aufbau und die Erprobung von Netzwerkstrukturen für zukunftsfähige Versorgungs- und Dienstleistungsmodelle. Reale Quartiersnetze werden dabei durch die partizipative Entwicklung einer digitalen Quartiersplattform und technischer Innovationen gestützt.

Interessierte ältere Menschen sollen unter anderem als Techniklotsen qualifiziert werden, so dass sie anderen mit Rat und Tat zur Seite stehen können. Ziel ist es, das soziale Umfeld der Quartiers-bewohnerInnen generationsübergreifend und mit regionalen Dienstleistern zu vernetzen, dafür moderne Interaktions-/Kommunikationsmedien und technische Assistenzsysteme zu nutzen und damit die Selbstbestimmung und Teilhabe älterer Menschen im Wohnquartier zu fördern. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hatte im September 2012 diesen Wettbewerb ausgeschrieben. In einem mehrstufigen Verfahren wählte eine fachübergreifende Jury aus 78 Projektskizzen die 12 besten Ideen für Gesundheits- und Dienstleistungsregionen aus. Diese zwölf Regionen erhielten zunächst je 50.000 Euro, um ihre Konzepte detailliert auszuarbeiten, Kontakte zu potentiellen Partnern zu knüpfen und ihre regionalen Netzwerke weiter auszubauen. Aus diesen zwölf Konzepten wählte nun die Jury die fünf überzeugendsten Konzepte aus. Das BMBF stellt den Gewinnerregionen für vier Jahre insgesamt 20 Millionen Euro für die Umsetzung Ihrer Forschungs- und Entwicklungsprojekte zur Verfügung. Die Regionen garantieren zudem eine 25-prozentige Co-Finanzierung der Projekte aus Eigenmitteln.

Quelle: Pressemeldung der Fachhochschule Dortmund

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