Endometriosezentrum am Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke erneut zertifiziert

Herdecke, April 2019. Endometriose ist eine chronische und schmerzhafte Erkrankung des Unterbauches, von der ausschließlich Frauen betroffen sind. Deutschlandweit leiden zwischen zwei und sechs Millionen Frauen unter der Krankheit. Nun wurde das Endometriosezentrum der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe des Gemeinschaftskrankenhauses in Herdecke erneut als „klinisches Endometriosezentrum“ zertifiziert. Für die Rezertifizierung musste das GKH einen umfangreichen Anforderungskatalog erfüllen. Das neue Zertifikat der Stiftung Endometriose-Forschung ist bis April 2021 gültig.

Krankheitsbild Endometriose

Durch Endometriose verästelt sich Gewebe im Unterbauch und dockt an Eierstöcken, Eileitern, Darm, Blase oder das Bauchfell an. Dadurch kommt es zu Entzündungen und Zystenbildung. „Das Krankheitsbild ist von Frau zu Frau sehr unterschiedlich ausgeprägt“, weiß Roman Bolotin, leitender Oberarzt der Frauenklinik am Gemeinschaftskrankenhaus in Herdecke. „Bei schlimmen Verläufen kann Endometriose sogar Unfruchtbarkeit hervorrufen“. Neben den körperlichen Beeinträchtigungen kann auch die psychische Belastung für Patientinnen aufgrund chronischer Schmerzen oder der Angst vor Unfruchtbarkeit groß sein.

Hilfe im zertifizierten Endometriosezentrum

Am Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke werden zur Behandlung von Endometriose medikamentöse, hormonelle und operative Methoden genutzt. Darüber hinaus findet das breite Spektrum der anthroposophischen Therapien Anwendung. Zudem arbeitet das Endometriosezentrum bei bestimmten Fragestellungen mit einem Endometriosezentrum der Stufe III, einer urologischen Klinik in Witten, einem Kinderwunschzentrum in Dortmund und einer Reha-Einrichtung in Ratzeburg zusammen. Gemeinsam mit der hauseigenen Abteilung für Psychosomatik bietet das GKH zudem Spezialsprechstunden an.

Damit die Rezertifizierung in Herdecke gelingen konnte, musste das Gemeinschaftskrankenhaus Ärzte an Kongressen und Fortbildungen teilnehmen lassen, jährlich eine bestimmte Anzahl von Fällen behandeln, unterschiedliche Kooperationspartner vorweisen und offen sein für ergänzende Therapieansätze. „Wir freuen uns sehr über die Rezertifizierung“, erkärt Roman Bolotin. „Sie ist für uns eine große Anerkennung unserer Arbeit. Mit unserem hohen Standard können wir unseren Patientinnen weiterhin eine optimale Versorgung anbieten“.

Wer sich näher zu Endometriose oder dem Angebot des Gemeinschaftskrankenhauses Herdecke informieren möchte, kann dies tun unter:

https://www.gemeinschaftskrankenhaus.de/zentren/endometriosezentrum/

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